Regensburg feiert den Rudersport: 28. Ruderregatta auf der Donau begeistert mit Spitzenleistungen und starkem Nachwuchs
Am ersten Maiwochenende verwandelte sich die Donau erneut in eine Bühne für hochklassigen Rudersport: Bereits zum 28. Mal richteten der Regensburger Ruderverein (RRV) und der Regensburger Ruder-Klub (RRK) gemeinsam die traditionsreiche Regensburger Ruderregatta aus. Unter der Leitung von Anita Gramann und Stefan Kapeller wurde das Event auch in diesem Jahr zu einem vollen Erfolg – sportlich wie organisatorisch.
Wie gewohnt fand die Regatta am Donauufer vor den Bootshäusern der beiden Vereine statt – einem Ort, der nicht nur durch seine besondere Atmosphäre, sondern auch durch seine lange sportliche Geschichte besticht. Die äußeren Bedingungen hätten dabei kaum besser sein können: Sonnenschein, sommerliche Temperaturen und über weite Strecken ruhiges Wasser sorgten für nahezu ideale Rennverhältnisse. Lediglich zeitweise auffrischender Wind stellte die Steuerleute und Athletinnen und Athleten vor zusätzliche Herausforderungen.
Großes Teilnehmerfeld aus dem süddeutschen Raum
Mit insgesamt 522 gemeldeten Booten und 25 teilnehmenden Vereinen war die Regatta auch in diesem Jahr hervorragend besetzt. Neben den Gastgebervereinen waren zahlreiche Clubs aus ganz Bayern und Süddeutschland vertreten, darunter Teams aus Mannheim, Bamberg, München, Starnberg und Würzburg. Entsprechend vielfältig und hochklassig gestaltete sich das Rennprogramm über beide Tage hinweg.
Nachwuchs im Fokus – wichtige Schritte Richtung Bundeswettbewerb
Ein besonderer Schwerpunkt lag am Samstag auf dem Nachwuchsbereich. Die unter 15-jährigen Ruderinnen und Ruderer traten über die anspruchsvolle 3000-Meter Langstrecke an und kämpften nicht nur um Medaillen, sondern auch um die Aufmerksamkeit der Verantwortlichen der Bayerischen Ruderjugend. Für viele von ihnen stellt die Regensburger Regatta einen entscheidenden Meilenstein auf dem Weg zur Qualifikation für den Bundeswettbewerb dar.
Im Mixed-Doppelvierer belegte der RRK mit Hannah Walter, Emil Lachmund, Leonard Kraus und Hannah Jahn – gesteuert von Isabella Jahn – einen starken zweiten Platz. Das Boot ging zudem in verschiedenen Konstellationen über die 1000-Meter-Distanz an den Start. Besonders erfolgreich präsentierte sich dabei der Mädchen-Doppelzweier mit zwei Siegen, während Hannah Jahn zusätzlich auch im Einer triumphierte.
In der Leichtgewichtsklasse vertrat Marlene Kühn (RRV) die Gastgeberfarben eindrucksvoll – sie gewann über 3000 Meter und verpasste den Sieg über die kürzere Distanz nur knapp um wenige Zehntelsekunden, konnte sich hier aber den 2. Platz hinter Mannheim sichern.
Spannende Duelle bei den Juniorinnen und Junioren
Bei den Juniorinnen B (15/16 Jahre) sorgten insbesondere Renngemeinschaften für spannende Rennen. Lara-Sophie Boeltzig (MRSV Bayern) und Isabella Jahn (RRK) traten im Leichtgewichts Doppelzweier gemeinsam an und konnten ihren Bugball vor lieferten Pauline Fahrnholz und Louisa Schimbera (RRV) über die Ziellinie schieben. Gemeinsam mit Emma Hohenwaldt (RRK) musste sich Jahn jedoch im Doppelzweier Lena Soric (RRV) und ihrer Partnerin aus Schleißheim geschlagen geben. Im Einer konnte Soric ebenfalls überzeugen und sicherte sich den Sieg vor Hohenwaldt. Sie hingegen war im Riemenvierer erfolgreich und gemeinsam waren Soric und Hohenwaldt Teil des siegreichen Juniorinnen-Achters.
In der Altersklasse der Junioren B dominierten die Leichtgewichte Leopold Medlhammer und Linus Wittke (RRK) sowohl im Einer als auch im Doppelzweier und ließen der Konkurrenz auch bei den Schwergewichten kaum Chancen.
Junioren A und Leistungssport auf hohem Niveau
Auch die älteren Nachwuchsruderer der Junioren-A-Klasse (17/18 Jahre) zeigten beeindruckende Leistungen. Besonders hervorzuheben ist Aleksandrs Matuls (RRV), der sowohl im Einer als auch im Doppelzweier gemeinsam mit Jan Tettinger (RG München 1972) an beiden Wettkampftagen ungeschlagen blieb und insgesamt vier Siege einfahren konnte.
Bei den Juniorinnen sicherten sich Helena Dehlinger (RRK) und ihre Münchner Partnerin Paula Egger sowohl im Zweier ohne Steuerfrau als auch im Doppelzweier an beiden Tagen den Sieg – ein Beleg für ihre starke Form.
Erfahrung zahlt sich aus: Frauen- und Mastersrennen
Im Frauenbereich wurden die Favoritinnen ihrer Rolle gerecht: Die international erfahrenen Johanna Stockbauer und Sara Meckl (RRK) überzeugten sowohl im Einer als auch im Doppelzweier und gewannen souverän in Klein- und Großbooten.
Auch die Mastersruderinnen und -ruderer aus Regensburg trugen mit zahlreichen Starts in unterschiedlichen Alters- und Bootsklassen zu einem abwechslungsreichen Programm bei und konnten mehrere Siege verbuchen.
Ein gelungenes Gesamtbild
Die 28. Regensburger Ruderregatta hat einmal mehr gezeigt, dass Regensburg zu Recht als eine Hochburg des Rudersports gilt. Die gelungene Zusammenarbeit von RRV und RRK in der Regatta-Gemeinschaft Regensburg, die große Beteiligung, das hohe sportliche Niveau sowie die starken Leistungen im Nachwuchsbereich machten die Veranstaltung zu einem rundum gelungenen Event.
Ein besonderer Dank gilt den zahlreichen Helferinnen und Helfern, die mit ihrem Engagement vor, während und nach der Regatta maßgeblich zum Erfolg beigetragen haben. Ohne ihren Einsatz wäre eine Veranstaltung dieser Größenordnung nicht möglich.
Esther Dingeldey



















